Praxistip #2 – Marktanalyse

Hallo liebe Neulinge,

heute möchte ich einmal besprechen, wie man herausbekommt, welche philatelistischen Angebote für Marktteilnehmer attraktiv sind.

  1. Bei Ebay könnt Ihr beispielsweise nach „Briefmarken“ suchen. Nun klickt Ihr auf „Auktion“ und seht damit welche echten Auktionen laufen.
  2. Nun sortiert Ihr die Auktionen nach der „Anzahl der Gebote„. Dadurch seht Ihr welche Dinge für Sammler attraktiv sein könnten. Ihr könnt Euch auch einmal ansehen, für welche Angebote man den höchsten Preis bezahlt.
  3. Die Funktion „Verkaufte Artikel“ zeigt Euch den Ausgang der vergangenen Auktionen. Auch das kann Euch Rückschlüsse auf attraktive Sammelgebiete geben.

Beobachtet von Zeit zu Zeit die Angebote und die Auktionsergebnisse. So bekommt Ihr im Laufe der Zeit ein Gefühl für den Markt.

 

 

Identifizierung falscher Marken für Neulinge nahezu unmöglich

Heute habe ich einmal ein Thema, dass bei mir eher unangenehme Gefühle auslöst. Ich stelle mir vor ich gebe Briefmarken in eine EBAY Auktion und will sie versteigern lassen. Ich kann die Qualität der Marken als Neuling nur bedingt beurteilen.

Ich werde aber gefragt, ob die Marken echt sind. Wenn ich hinschreibe, daß ich das nicht abschließend beurteilen kann, wird natürlich davon ausgegangen, daß die Marken wertlos sind.  Den Spott der erfahrenen Sammler bekommt man sicher wenn man behauptet sie seien echt und es stellt sich heraus, daß das gar nicht so ist. Dann gilt man als Betrüger.

Der Neuling befindet sich also in einem schweren Dilemma.

Habt Ihr eine Lösung für unseren Neuling? Denkt mal darüber nach…

Wir haben wieder ein Thema gefunden, bei dem das Selbstvertrauen eines Neulings wirklich leidet.

 

 

 

Was macht es dem Neuling so schwer?

Ich kann ein Lied davon singen, warum es so schwer ist, sich als Neuling im Briefmarkendschungel zurechtzufinden und Spass dafür zu entwickeln.

Bei mir lief es folgendermaßen ab:

Als mich das Thema Briefmarken „infiziert“ hatte, machte ich mich auf die Suche von Ansprechpartnern. Da ich nur über das Internet agieren konnte und es nicht einfach ist, dort jemanden anzusprechen, machte ich mich auf den Weg in verschiedene Briefmarkengeschäfte. Anfangs ist man völlig unsicher, weil man nicht weiss was man genau fragen sollte. Also wurde ich gefragt, was ich suche. Ich stand vor Bergen von Alben, die völlig unübersichtlich vor mir lagen und wußte keine Antwort. Ich war erschlagen von der Materialflut. Nach einem kurzen Gespräch, daß insgesamt maximal 5 Minuten dauerte ging ich wieder. Ich war total verwirrt. Was mache ich nur, fragte ich mich. Schau noch einmal genau im Internet nach.

Im Internet fand ich verschiedene Seiten, auf denen sich die Leute über Plattenfehler, aptierte Stempel, SBZ Dauerserien und viele andere Themen unterhielten. Hier waren anscheinend Profis am Werk. Das Lesen diverser Foren brachte mir wenig, da auf die Belange von Neulingen kaum eingegangen wurde. Die Fragen eines Neuling zu viele, um sie erschöpfend in einem Internetforum zu beantworten stellte ich fest.

Also machte ich mich auf in einen Briefmarkenverein zu gehen. Hier lag das Durchschnittsalter der Sammler bei ca. 70 Jahren. Viele Sammler hatten völlig unterschiedliche Interessen. Die einen sammelten Deutschland, die anderen Bayern, einer Ansichtskarten und andere Briefe. Einer sammelte Stempel! Völlig abgefahren dachte ich mir. Alles in allem gab es kein gemeinsames Sammlerziel in diesem Briefmarkenverein. Jedes Mitglied bot aber viele Briefmarken zum Verkauf an. Das fiel mir auf. Im Laufe der Zeit kaufte ich verschiedene Dinge ein. Ohne Plan… Ich sammelte dies und das. Es brachte mir nichts. Ausser einen Berg von Marken, Alben usw.

Bald besuchte ich den ersten „Großtauschtag“. Hier saßen einige Profis mit riesigen Briefmarkenbeständen vor mir und beäugten mich. Wahrscheinlich fragten sie sich, ob ich ein Neuling bin. Das totale Überangebot von abertausenden Marken und Briefen führte dazu, daß ich gar nicht mehr suchen wollte. Im übrigen wurden hier fasst nur Marken verkauft.

Das Tauschen fand maximal in einer kleinen Ecke statt. Mit fünf Beteiligten, die sich anscheinend schon kannten. Um es kurz zu sagen:

Der Neuling braucht Führung!

Und zwar von einem erfahrenen und ehrlichen Sammler, der Ihm viele Fehler erspart. Da dies kaum der Fall ist und sich alteingesessene Sammler nicht für Neulinge interessieren, sind diese Anfänger den Händlern ausgeliefert. Diese verkaufen alles Mögliche, Hauptsache es wird überhaupt etwas verkauft.

Der Neuling wird gefragt, was er sammelt. Wie sollte er das am Anfang denn artikulieren?

Mir ging es folgendermaßen. Auf die Frage nach dem Sammelgebiet antwortete ich: „Helgoland und Inflation“. Viele drehten sich fasst um oder schüttelten den Kopf. „Da haben Sie sich ja was vorgenommen!“ „Sind ja sehr schwierige Gebiete!“ „Sind Sie sich da wirklich sicher?“ Ich kam mir vor wie ein Idiot…

Ich hatte die Themen ausgewählt, da mir die Marken gefielen und die Inflation „mein“ Thema war.

So, also was mache ich jetzt als Anfänger. Ich ging nach Hause und zweifelte, ob ich das Sammeln wirklich richtig angehe. Enttäuschung machte sich breit.

Fazit:

  • Die Diskrepanz des Wissens von erfahrenen Sammlern zu Anfängern ist nicht förderlich. Die Kluft ist zu groß.
  • Die Komplexität von Sammelgebieten und Spezialitäten ist zu groß für einen Neuling. „Keep it simple!“ist die Devise, damit der Anfänger den Überblick behält.
  • Ehrliche und mittelfristige Führung des Neulings sind nicht vorhanden. Es zählen oft die Eigeninteressen der Profis. Auch die Anzahl der möglichen Betreuer für einen Neuling schwindet immer mehr. Die Entfernungen zum nächsten Vertrauten sind oft schon zu groß.
  • Das Gemeinschaftsgefühl ist nicht vorhanden. Sich mit anderen auf dem gleichen Gebiet zu „messen“  und sich über Erfolge gemeinsam zu freuen fehlt gänzlich. Das Teamplay wäre so wichtig!
  • Händler versuchen die Lage für sich zu nutzen.
  • So kann es nicht weitergehen. Der Neuling wird vergrault und der Nachwuchs wird zukünftig fehlen.

Euer Schwarzereinser

 

 

 

Aufgepasst!

Liebe Briefmarkenneulinge,

Ihr habt Euch für ein interessantes und kostenintensives Hobby entschieden. Ihr befindet Euch in der Anfangsphase einer langen Reise mit vielen Erfahrungen, die Ihr noch machen werdet.

Zu Beginn neigt der Neuling dazu sich alles Mögliche zu kaufen, daß er später bereut. So war es auch bei mir. Es kommt daher, daß der Neuling seinen Sammlertrieb noch nicht zügeln kann und sich umgehend in das Abenteuer stürzen möchte. Er handelt häufig sehr emotional.

Diese Emotionen werden nicht selten von Händlern und erfahrenen Sammlern genutzt, um sich von nicht sammelwürdigen Marken und sonstigem unsinnigen Equipment zu trennen.

Das liegt insbesondere auch an dem abnehmenden Interesse der jüngeren Generation am Briefmarkensammeln. Es wird immer schwieriger sich von nicht benötigtem „Material“ zu trennen, da die Nachfrage wegbricht. Da kommt ein unerfahrener Neuling wie gerufen.

Mein persönlicher Tip:

Versucht daher am Anfang so wenig wie möglich zu kaufen!

Warum? Weil Ihr in kürzester Zeit viele unwichtige und wertlose Dinge erwerbt, die Ihr nicht mehr verwerten könnt. So ist es mir auch ergangen.

Lasst Euch von mehreren Personen und Sammlern beraten und informiert Euch erst einmal, bevor Ihr startet. Es ist schwer die erste Sammlerleidenschaft zu unterdrücken. Ihr werdet aber bald froh darüber sein.

Auch ich stehe nun „wieder“ vor einem Neubeginn. Ich möchte viele Fehler der Vergangenheit vermeiden.

Augen auf!

Euer Schwarzereinser

Willkommen!

Willkommen auf meiner neuen Website „Schwarzereinser.de“.

Ich begrüße alle Briefmarkensammler und hier insbesondere die Neulinge auf diesem Gebiet.

Ich bezeichne mich im Grunde auch als Anfänger. Vor zwei Jahren war ich in einem Verein engagiert und habe im Zuge dessen auch zahlreiche „Großtauschtage“ besucht.

Ich habe einige Erfahrungen auf meinem Weg gemacht, die nicht immer positiv waren. Diese möchte ich mit Euch teilen, damit Ihr nicht die gleichen Fehler macht wie ich und viele andere Neulinge.

Die Informationen auf der Seite sollen dem Anfänger dienen und ihm eine neutrale Sicht der Dinge zum Briefmarkensammeln geben.

Diese Website soll den Neuling motivieren selbständig zu denken und sich nicht von der Industrie manipulieren zu lassen. Es werden hier viele Dinge suggeriert, die man nicht halten kann. Insbesondere die Katalogpreise sind stark zu hinterfragen. Sie entsprechen in vielen Fällen nicht den Marktpreisen.

Interessant wäre auch eine Diskussion, wie man das Briefmarkensammeln wieder mehr aktivieren könnte.

In Diskussionen sollen zahlreiche Fragen diskutiert werden die uns alle bewegen:

  • Wie beginne ich mit dem Sammeln?
  • Was brauche ich dazu?
  • Auf was muss ich besonders achten, bevor ich Geld investiere?
  • Was sollte ich unbedingt lesen, bevor ich beginne?
  • usw.

Mit der Seite möchte ich insbesondere meine Eindrücke zur Sammel-leidenschaft wiedergeben und meine aktuellen Erfahrungen beschreiben.

Ich hoffe, daß meine Seite ein Baustein wird, die künftig zu einer positiveren Entwicklung im Briefmarkensammeln beitragen kann.

Ich freue mich auf einen freundlichen Austausch miteinander. Die Reise beginnt jetzt!

Eurer Schwarzereinser!