Griechenland – Hyperinflation 1943-1944

In Griechenland herrschte eine galoppierende Inflation im Zuge der deutschen Besetzung im zweiten Weltkrieg von 1943-1944.

Die maximale monatliche Inflationsrate betrug ca. 13.800 %.

In Griechenland endete die Hyperinflation nach der Befreiung von der deutschen Besatzung. Im November 1944 wurde dann die neue Währung (Drachme) eingeführt. Die erste Drachme wurde 1944 im Verhältnis von 50.000.000.000 : 1 zur zweiten Drachme umgewechselt, da die Besatzer Geldumlauf und Warenabzug gleichermaßen gesteigert hatten.

Inflationsbrief aus Griechenland – Zensurbrief von 1944

 

Inflationsbrief aus Griechenland – Zensurbrief von Mai 1944

Praxistip #1 – Sammelliste auf Google sheets

Ein kleiner Tip für alle Sammler, die ein Smartphone mit sich führen:

Ihr könnt Euch das App „Google sheets“ herunterladen. Es lohnt sich.

Bei „Google sheets / Google Tabellen“ habt ihr die Möglichkeit Eure Sammellisten/Fehllisten einzugeben um jederzeit darauf zuzugreifen.

Ihr habt sie nun immer dabei und könnt auch jederzeit auf unverhoffte Angebote reagieren.

Eine tolle Möglichkeit, andere Sammler über die eigenen Bestände zu informieren bietet diese Lösung auch. Ihr könnt nämlich die anderen Sammler freischalten. So können sie Eure Listen einsehen und gezielte Angebote machen. 

Ich finde diese Lösung hat enorme Vorteile.

Viele Grüße

Schwarzereinser

 

Was macht es dem Neuling so schwer?

Ich kann ein Lied davon singen, warum es so schwer ist, sich als Neuling im Briefmarkendschungel zurechtzufinden und Spass dafür zu entwickeln.

Bei mir lief es folgendermaßen ab:

Als mich das Thema Briefmarken „infiziert“ hatte, machte ich mich auf die Suche von Ansprechpartnern. Da ich nur über das Internet agieren konnte und es nicht einfach ist, dort jemanden anzusprechen, machte ich mich auf den Weg in verschiedene Briefmarkengeschäfte. Anfangs ist man völlig unsicher, weil man nicht weiss was man genau fragen sollte. Also wurde ich gefragt, was ich suche. Ich stand vor Bergen von Alben, die völlig unübersichtlich vor mir lagen und wußte keine Antwort. Ich war erschlagen von der Materialflut. Nach einem kurzen Gespräch, daß insgesamt maximal 5 Minuten dauerte ging ich wieder. Ich war total verwirrt. Was mache ich nur, fragte ich mich. Schau noch einmal genau im Internet nach.

Im Internet fand ich verschiedene Seiten, auf denen sich die Leute über Plattenfehler, aptierte Stempel, SBZ Dauerserien und viele andere Themen unterhielten. Hier waren anscheinend Profis am Werk. Das Lesen diverser Foren brachte mir wenig, da auf die Belange von Neulingen kaum eingegangen wurde. Die Fragen eines Neuling zu viele, um sie erschöpfend in einem Internetforum zu beantworten stellte ich fest.

Also machte ich mich auf in einen Briefmarkenverein zu gehen. Hier lag das Durchschnittsalter der Sammler bei ca. 70 Jahren. Viele Sammler hatten völlig unterschiedliche Interessen. Die einen sammelten Deutschland, die anderen Bayern, einer Ansichtskarten und andere Briefe. Einer sammelte Stempel! Völlig abgefahren dachte ich mir. Alles in allem gab es kein gemeinsames Sammlerziel in diesem Briefmarkenverein. Jedes Mitglied bot aber viele Briefmarken zum Verkauf an. Das fiel mir auf. Im Laufe der Zeit kaufte ich verschiedene Dinge ein. Ohne Plan… Ich sammelte dies und das. Es brachte mir nichts. Ausser einen Berg von Marken, Alben usw.

Bald besuchte ich den ersten „Großtauschtag“. Hier saßen einige Profis mit riesigen Briefmarkenbeständen vor mir und beäugten mich. Wahrscheinlich fragten sie sich, ob ich ein Neuling bin. Das totale Überangebot von abertausenden Marken und Briefen führte dazu, daß ich gar nicht mehr suchen wollte. Im übrigen wurden hier fasst nur Marken verkauft.

Das Tauschen fand maximal in einer kleinen Ecke statt. Mit fünf Beteiligten, die sich anscheinend schon kannten. Um es kurz zu sagen:

Der Neuling braucht Führung!

Und zwar von einem erfahrenen und ehrlichen Sammler, der Ihm viele Fehler erspart. Da dies kaum der Fall ist und sich alteingesessene Sammler nicht für Neulinge interessieren, sind diese Anfänger den Händlern ausgeliefert. Diese verkaufen alles Mögliche, Hauptsache es wird überhaupt etwas verkauft.

Der Neuling wird gefragt, was er sammelt. Wie sollte er das am Anfang denn artikulieren?

Mir ging es folgendermaßen. Auf die Frage nach dem Sammelgebiet antwortete ich: „Helgoland und Inflation“. Viele drehten sich fasst um oder schüttelten den Kopf. „Da haben Sie sich ja was vorgenommen!“ „Sind ja sehr schwierige Gebiete!“ „Sind Sie sich da wirklich sicher?“ Ich kam mir vor wie ein Idiot…

Ich hatte die Themen ausgewählt, da mir die Marken gefielen und die Inflation „mein“ Thema war.

So, also was mache ich jetzt als Anfänger. Ich ging nach Hause und zweifelte, ob ich das Sammeln wirklich richtig angehe. Enttäuschung machte sich breit.

Fazit:

  • Die Diskrepanz des Wissens von erfahrenen Sammlern zu Anfängern ist nicht förderlich. Die Kluft ist zu groß.
  • Die Komplexität von Sammelgebieten und Spezialitäten ist zu groß für einen Neuling. „Keep it simple!“ist die Devise, damit der Anfänger den Überblick behält.
  • Ehrliche und mittelfristige Führung des Neulings sind nicht vorhanden. Es zählen oft die Eigeninteressen der Profis. Auch die Anzahl der möglichen Betreuer für einen Neuling schwindet immer mehr. Die Entfernungen zum nächsten Vertrauten sind oft schon zu groß.
  • Das Gemeinschaftsgefühl ist nicht vorhanden. Sich mit anderen auf dem gleichen Gebiet zu „messen“  und sich über Erfolge gemeinsam zu freuen fehlt gänzlich. Das Teamplay wäre so wichtig!
  • Händler versuchen die Lage für sich zu nutzen.
  • So kann es nicht weitergehen. Der Neuling wird vergrault und der Nachwuchs wird zukünftig fehlen.

Euer Schwarzereinser

 

 

 

Prüfstempel – Will ich nicht!

Liebe Briefmarkensammler,

bezüglich der immer wieder auf hochpreisigen Briefmarken zu findenden Prüfstempel habe ich eine klare Meinung:

Quelle: Wikipedia

Ich will diese Stempel auf keinen Fall auf meinen Briefmarken haben!

Ich denke, wer gute Marken ohne diese Prüfstempel sammelt, der hat langfristig etwas besonderes im Portfolio.

Warum?

Weil viele Marken aus meiner Sicht einfach auf der Rückseite von Prüfern „entwertet“ wurden. Der Ursprung der Marke wird durch den Stempel aus meiner Sicht „verfälscht“ und sie ist in meinen Augen wertlos!

Wenn dann sollte eine Marke mit einem Fotoattest oder Kurzbefund ohne Prüfstempel auf der Rückseite identifiziert sein.

Denkt mal darüber nach….

Liebe Grüße

Schwarzereinser